Host Story = Damira vom Sloho Bergurlaub in Hohentauern

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Porträt von Gastgeberin Damira Slodnjak im Sloho Bergurlaub in Hohentauern

 

 „Gastgeber sein bedeutet für mich: da sein aus Leidenschaft – nicht, weil man muss.“
— Damira, Gastgeberin im Sloho Bergurlaub in Hohentauern

 

HOST STORIES

Damira vom Sloho

Gastgeberin Damira Slodnjak

erzählt von der Entstehung des Sloho,

von echter Gastfreundschaft

– und davon, warum das Haus künftig ganz auf Ruhe,

Zeit zu zweit und bewusste Auszeiten setzt.

In Hohentauern beginnt der Tag oft mit einer besonderen Stille. Die Berge liegen weit und offen um das kleine Dorf, Wanderwege ziehen sich durch Almen und Wälder, und selbst in der Hauptsaison wirkt vieles hier überraschend ruhig.

 

Genau hier liegt das Sloho Bergurlaub, ein kleines Hideaway mit großzügigen Apartments und privaten Saunahäuschen – geschaffen für Menschen, die in den Bergen weniger Trubel und mehr Raum suchen. Auch deshalb entwickelt sich das Haus nun bewusst zu einem Adults-only-Refugium, in dem Ruhe, Natur und Zeit füreinander im Mittelpunkt stehen.

 

Geführt wird Sloho von Damira und ihren Eltern Jelka und Vladi – als Familienprojekt, das über die Jahre gewachsen ist und heute vor allem eines sein möchte: ein Ort, an dem Gäste ankommen, durchatmen und sich fast ein wenig wie zu Hause fühlen dürfen.



„Als meine Eltern hier ausgestiegen sind, wussten sie sofort: Das ist unser Ort.“

 Damira, wann hast du gespürt, dass Hohentauern mehr sein könnte als nur ein schöner Ort in den Bergen?

 

Eigentlich begann alles ganz zufällig. Meine Eltern und ich kommen ursprünglich aus Slowenien und leben sehr nah an der österreichischen Grenze. Deshalb haben wir immer wieder in Österreich gearbeitet, und Urlaub in den Bergen war für uns nichts Neues. Meine Mama hat zum Beispiel jedes Jahr versucht, möglichst spontan noch eine Unterkunft für Silvester in den Bergen zu finden. 2012 ist sie bei einer Suche auf ein kleines, hübsches Häuschen gestoßen. Noch bevor sie genauer geschaut hat, hat sie meinem Papa den Link geschickt mit der Nachricht: „Schau mal, vielleicht ist es noch frei.“ Ein paar Minuten später hat sie gemerkt: Es war gar keine Unterkunft – sondern eine Immobilienanzeige. Damit war der Silvesterurlaub eigentlich erledigt. Aber mein Papa hat nicht mehr losgelassen. In der Anzeige waren auch Fotos von der Umgebung, und er wollte diesen Ort unbedingt einmal sehen. Drei Wochen später haben meine Eltern tatsächlich den Makler kontaktiert. Und als sie hier am Parkplatz ausgestiegen sind, war sofort klar: Das ist es.

Ein Familienprojekt wächst

Was hat euch an diesem kleinen Ort in den steirischen Bergen so berührt?

 

Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Die Ruhe, die Natur, die Weite – das alles hat uns sofort berührt. Meine Eltern haben sich damals entschieden, in die Liegenschaft zu investieren, ohne genau zu wissen, was einmal daraus entstehen würde. Am Anfang gab es nur zwei kleine Wohnungen. Wir hatten jemanden vor Ort, der sich um die Gäste gekümmert hat, und alles hat sich langsam entwickelt. Irgendwann entstand bei meinen Eltern der Wunsch, daraus einen richtigen Familienbetrieb zu machen. Sie haben ihr ganzes Leben hart gearbeitet – und wollten etwas schaffen, das wir gemeinsam führen können. Mit zwei Apartments war das natürlich nicht möglich. Also haben sie zwei weitere Grundstücke gekauft, und 2017 haben wir begonnen zu bauen. Ende Mai 2018 haben wir schließlich mit sechs Apartments eröffnet.

Die Entscheidung fürs Familienbusiness

Wann bist du selbst in die Geschichte eingestiegen?

 

Das war eine spannende Entscheidung. Ich habe damals in der Südoststeiermark in einem kleinen Wellnesshotel gearbeitet und eigentlich gerade das Bauernhaus meiner Großeltern renoviert. Dann haben meine Eltern irgendwann gesagt: „Du hast jetzt die Wahl. Bleibst du dort – oder kommst du zu uns ins Familienbusiness?“ Es war keine leichte Entscheidung. Aber ich habe mich letztlich dafür entschieden.  Rückblickend war es definitiv der richtige Weg. Natürlich bringt ein eigener Betrieb andere Herausforderungen mit sich als ein Angestelltenjob. Besonders schwierig war die Zeit während Corona. Aber wir haben alles gemeinsam geschafft – und heute macht uns unsere Arbeit einfach sehr glücklich.

Vom Apartmenthaus zum Hideaway

Wie hat sich Sloho seit den ersten Gästen verändert?

 

Unsere Gäste haben wirklich viel Entwicklung miterlebt. Am Anfang gab es nur die Apartments – und damals hießen wir übrigens noch gar nicht Sloho. Bis 2022 waren wir als Apartments Edelraute bekannt. Der Name war ursprünglich vorgegeben, weil das Haus als reines Vermietungsobjekt gedacht war. Aber irgendwie hat sich das nie ganz nach uns angefühlt. Wir haben immer gespürt: Da fehlt noch etwas. 2023 haben wir begonnen, bewusst nach einem Marketingpartner zu suchen. Gemeinsam haben wir den Betrieb neu gedacht – neuer Name, neues Design, neue Bilder. So ist schließlich Sloho entstanden. Seitdem hat sich sehr viel entwickelt. Die Apartments wurden umgestaltet, das Erscheinungsbild erneuert – und zuletzt sind auch unsere vier privaten Saunahäuschen dazugekommen.


Einblicke ins Sloho Bergurlaub: Schlafzimmer, Saunahäuschen und Küche mit Kamin.

Drei Worte für Sloho

Wenn du Sloho in drei Worten beschreiben müsstest?

 

Bodenständig.

Herzlich.

Und: ein Zuhause.

Was echte Gastfreundschaft bedeutet

Viele Gäste sagen, dass sich ein Aufenthalt bei euch eher wie „bei Freunden zu Besuch“ anfühlt. Was bedeutet für dich echte Gastfreundschaft?

 

Gastgeber sein bedeutet für mich vor allem: da sein aus Leidenschaft – nicht, weil man muss. Es geht darum, dass man den Gästen ehrlich „Guten Morgen“ sagt und sich wirklich dafür interessiert, wie sie geschlafen haben. Dass man zuhört, sich Zeit nimmt, ihre Namen kennt. Wir sind ein kleines Haus. Deshalb können wir unsere Gäste persönlich kennenlernen. Man sieht, wie sie ankommen, wie sie sich hier entwickeln – und wie sie am Ende wieder abreisen. Diese Nähe und Persönlichkeit sind für mich das, was einen Hideaway-Ort wirklich ausmacht.

Ein bewusster Schritt: Adults Only

Ab Sommer 2026 wird Sloho ein Adults-only-Refugium. Wie ist diese Entscheidung entstanden?

 

Seit der Neuausrichtung als Sloho haben wir gemerkt, dass etwa 80 Prozent unserer Gäste Paare sind. In den letzten Jahren haben wir versucht, wirklich alle Gäste glücklich zu machen – Familien, Paare, Gruppen. Und irgendwann haben wir gemerkt: Das funktioniert nicht immer gleichzeitig. Ein Familienurlaub beginnt einfach ganz anders als ein Paarurlaub. Je kleiner ein Betrieb ist, desto klarer sollte auch seine Ausrichtung sein.

Raum für Ruhe

Was verändert sich dadurch für eure Gäste – und für euch als Gastgeber?

 

Ich glaube, die Atmosphäre wird ruhiger werden. Vielleicht sind manchmal auch weniger Gäste gleichzeitig im Haus – und das gibt uns wiederum mehr Zeit für jeden einzelnen. Unsere Apartments sind groß, es gibt viele Details, und auch Sauberkeit und Qualität brauchen Zeit. Wenn wir uns wirklich gut um unsere Gäste kümmern wollen, müssen wir auch auf unsere eigenen Ressourcen achten. Mit diesem Schritt schaffen wir genau diesen Raum.

Das perfekte Sloho-Erlebnis

Welches Sloho-Erlebnis würdest du Gästen besonders ans Herz legen?

 

Eine Wanderung zum Scheibelsee – ganz egal zu welcher Jahreszeit. Im Winter mit Schneeschuhen, im Herbst zwischen goldenen Blättern oder im Sommer, wenn der See in der Sonne glitzert: Dieser Ort hat einfach etwas Magisches. Wenn man dort oben ankommt, spürt man sofort diese besondere Ruhe.

Ein Schreibtisch mit Geschichte

Wo findet man dich im Sloho am häufigsten?

 

Tatsächlich meistens am Schreibtisch. Mein Tag beginnt oft schon um sieben Uhr morgens mit E-Mails und Social Media. Kurz darauf kommen meist schon die ersten Gäste vorbei – denn dieser Schreibtisch ist gleichzeitig auch unsere kleine Rezeption, der Ort, an dem wir uns begegnen, Fragen besprechen oder einfach ein paar Worte wechseln.

 

Dieser Schreibtisch hat für mich aber auch eine besondere Bedeutung: Er stammt aus dem Haus meiner Großeltern. Früher saß dort mein Opa mit seiner Brille und seinem Notizblock. Viele Dinge aus dem alten Haus haben bei uns einen neuen Platz gefunden. Und jedes Mal, wenn ich morgens die Bürotür öffne und diesen Tisch sehe, fühlt sich das irgendwie vertraut an.

Das schönste Kompliment

Was macht dich am glücklichsten, wenn Gäste abreisen?

 

Wenn ich in ihren Augen sehe, dass es ihnen schwerfällt zu gehen. Wenn sie sagen, wie schön ihre Zeit war – oder dass sie wiederkommen möchten. Gerade heute, wo es so viele wunderbare Orte gibt, ist es etwas ganz Besonderes, wenn Gäste sich entscheiden, wieder zu uns zurückzukehren.

Ein Ort, an dem man Mensch sein darf

Was hoffst du, dass Gäste bei ihrem ersten Aufenthalt bei euch finden?

 

Einen Ort, an dem man einfach Mensch sein darf. Einen Ort, an dem man sich willkommen fühlt, umsorgt – und gut aufgehoben. Wenn Gastgeber und Gäste sich auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen, entsteht etwas sehr Schönes. Und genau dieses Gefühl wünschen wir uns für jeden, der zu uns kommt.


Damira Slodnjak am Schreibtisch der Rezeption im Sloho Bergurlaub in Hohentauern
Gastgeberin Damira Slodnjak am Schreibtisch im Sloho Bergurlaub – ein Ort, an dem sich heute Gäste begegnen und Erinnerungen aus ihrer Familiengeschichte weiterleben.

Host Tips von Damira

 

Lieblingswanderung:
Scheibelsee – zu jeder Jahreszeit ein besonderer Ort.

 

Beste Tageszeit in den Bergen:
Früh am Morgen, wenn die Natur noch ganz ruhig ist.

 

Typischer Sloho-Moment:
Nach einer Wanderung in die private Sauna gehen und anschließend auf der Terrasse die Bergluft genießen.

Discover the Hideaway

 

Neugierig geworden?

Sloho – Bergurlaub in Hohentauern verbindet großzügige Apartments, private Saunahäuschen und die besondere Ruhe eines kleinen Bergdorfs.



Die Bilder dieser Host Story entstanden während unseres Aufenthalts im Sloho Bergurlaub.
Fotos © Mela Hipp, 2024 · Interview von Marika Unterladstätter, 2026